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„Es ist ein gutes Gefühl, seine Angelegenheiten für den Notfall geregelt zu wissen.“

„Es ist ein gutes Gefühl, seine Angelegenheiten für den Notfall geregelt zu wissen.“

An später denken, wenn man noch jung ist – das fällt schwer. Wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Sebastian Kern hat sich bereits Gedanken um Morgen gemacht und für Notfälle vorgesorgt. Die „GUTschrift“ hat mit dem 34-jährigen Familienvater aus Rohrbach gesprochen.

Herr Kern, Sie stehen mitten im Leben, sind verheiratet und haben zwei Kinder. Warum machen Sie sich heute schon Gedanken um Morgen und warum ist das für Sie wichtig?

„In jungen Jahren denkt man vor allem an das Hier und Jetzt und viel seltener an später. Was passiert aber mit mir und insbesondere auch mit der Familie, wenn mir etwas zustößt? Ich hatte vor zwei Jahren einen Bandscheibenvorfall und war dadurch zeitweise auf Hilfe angewiesen. Das war damals schon schlimm genug, aber ich war noch handlungsfähig. Das kann bei einer anderen Krankheit oder auch einem Unfall schnell anders aussehen. Auslöser, mich damit eingehend zu beschäftigen, war mein Vater vor einigen Jahren. Er wollte eine Kopie meines Personalausweises und ich sollte noch etwas unterschreiben. Ich habe ihn wohl ziemlich fragend angeschaut. Dann hat er mir von einer Vorsorgeveranstaltung berichtet, die er und meine Mutter gerade besucht hatten. Dabei ging es weniger um die ferne Zukunft, sondern um die Vorsorge, wenn ihnen jetzt etwas zustößt. Damals habe ich mir dann auch meine Gedanken dazu gemacht. Ich bin ein optimistischer und lebensfroher Typ und denke weniger daran, vielleicht morgen irgendwo im Straßengraben und später dann im Pflegeheim zu liegen. Auf der anderen Seite habe ich heute als junger Familienvater eine größere Verantwortung als heute meine Eltern. Meine Schwester und ich stehen auf eigenen Beinen, meine Kids brauchen noch die Fürsorge von meiner Frau und mir.“

Ab wann sollte man sich Ihrer Meinung nach um solche Regelungen kümmern?

„Sofort. Sie wissen nicht, wann der Fall der Fälle kommt. Und natürlich ist es kein tolles Gefühl, sich in solche Lagen hineinzuversetzen, was wäre wenn… Aber letztendlich ist es ein gutes und beruhigendes Gefühl, seine Angelegenheiten strategisch und persönlich zufriedenstellend für den Notfall geregelt zu wissen. Und die Basics, damit meine ich zum Beispiel Vollmachten, Patientenverfügungen und dergleichen, kosten ja auch nichts. Das ändert sich dann, wenn man auch an die finanzielle Absicherung geht, auch die ist wichtig. Aber man sollte eins nach dem anderen machen.“

Um welche Angelegenheiten haben Sie sich bereits schon gekümmert?

„Um alle. Die meisten Fragen, die ich mir dazu stellen sollte, kamen mir nach dem Gespräch mit meinem Vater beziehungsweise auch durch den Ordner der Sparkasse „Der Alles-griffbereit-Ordner“ auf. Dieser ist übrigens nicht nur ein guter Ratgeber, sondern enthält alle erforderlichen Unterlagen. Ich habe mich in ein Café gesetzt und angefangen mich damit zu beschäftigen. Als mir alles soweit klar war – es ist nämlich wirklich kein leichtes Thema – habe ich meine Frau mit ins Boot genommen. Sie wusste aber davor schon von meinem Vorhaben. Schließlich haben wir uns dann zusammengesetzt und uns gemeinsam an die Unterlagen herangetastet. Der Anfang war damit getan – jetzt mussten wir „nur noch“ die Bevollmächtigten informieren. Für meine Eltern war dies kein Neuland, da sie sich schon mit dem Thema befasst hatten. Aber auch die Schwiegereltern und Geschwister waren offen und gleichzeitig erstaunt darüber, was man alles regeln muss oder zumindest sollte - im eigenen Interesse. Schön ist für mich, dass wir alles innerhalb der Familie regeln können, das macht es natürlich um einiges einfacher.“
 

Wer hat Sie bei der finanziellen und persönlichen Vorsorge unterstützt?

„Die persönliche Vorsorge haben meine Frau und ich quasi alleine geregelt. Die einzige Unterstützung war mein Vater als Impulsgeber und der Sparkassenordner als Leitfaden und Hilfsmittel. Aller Anfang ist schwer, aber gemeinsam bekommt man das schon hin. Die finanzielle Vorsorge ist nochmal eine andere Herausforderung. Das Spektrum reicht von einer finanziellen Absicherung im Hier und Jetzt, wie im Falle einer Berufsunfähigkeit, bis hin zur Vorsorge im Alter. Hier stand mir mein persönlicher Sparkassenberater mit Rat und Tat zur Seite.“
 

Gibt es in Ihrer Familie oder Ihrem Freundeskreis jemanden, der „Vorsorgen“ überflüssig hält und die Dinge eher auf sich zukommen lässt?

„Finanziell vorsorgen tun die meisten schon irgendwie, aber Genaueres weiß ich darüber nicht. Über Geld sprechen wir Deutschen ja nicht so gerne. Aber mit der persönlichen Vorsorge haben sich die wenigsten beschäftigt. Und wenn, dann nur darüber nachgedacht, aber nie zu Stift und Papier gegriffen. Hier besteht auf alle Fälle noch Aufklärungsbedarf. Ich hoffe, ich kann durch dieses Interview etwas dazu beitragen und im besten Fall noch motivieren.“
 

Was können Sie anderen, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen, mit auf den Weg geben?

„Füllen Sie die Vorsorgeverfügungen und die weiteren Checklisten für den Notfall entsprechend Ihren ganz persönlichen Vorstellungen aus, damit die Menschen, die Sie im gesundheitlichen Krisenfall versorgen, wissen, was sie zu tun und was sie zu unterlassen haben. Reden Sie mit den vertrauten Personen offen darüber und immer mit dem Hintergedanken, alles für den Notfall geregelt zu haben. Und vergessen Sie nie: Das Ganze beruht auf Gegenseitigkeit.“

Allein der Gedanke an eine schwere Krankheit, einen Unfall oder gar an die Endlichkeit des eigenen Seins wird – das ist nur zu verständlich - gerne verdrängt. Folgende Fragen stellt man sich meist erst dann, wenn es schon zu spät ist und man selbst nicht mehr darüber entscheiden beziehungsweise Einfluss darauf haben kann. Wer soll mich rechtlich vertreten, wenn ich selbst nicht mehr handlungsfähig bin? Soll eine intensivmedizinische Behandlung auch dann erfolgen, wenn keine Aussicht auf Besserung besteht? Wer kümmert sich um meine Kinder, wenn ich sie nicht mehr versorgen kann? Wer für derartige Fragen keine vorsorgenden Regelungen getroffen hat, verliert im „Fall der Fälle“ sein Selbstbestimmungsrecht. Dann sind es nämlich andere, die über Sie entscheiden. Im Zweifel ist es nicht einmal ein Angehöriger, sondern ein vom Gericht bestellter Betreuer. Mit den entsprechenden Verfügungen stellen Sie sicher, dass Ihr Wille auch respektiert wird, wenn Sie ihn selbst nicht mehr rechtsverbindlich artikulieren können. Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, sollten Sie darüber hinaus persönliche Daten und alle wichtigen Angaben zu Ihren Vermögensverhältnissen übersichtlich dokumentieren. Sonst wächst bei einem Schicksalsschlag Ihren dann emotional hoch belasteten Angehörigen die Situation schnell über den Kopf.

Nehmen Sie Ihre Vorsorge selbst in die Hand und Sie werden sehen: die Gewissheit, das Richtige zum rechten Zeitpunkt getan zu haben, gibt Ihnen Ruhe und Gelassenheit. So können Sie das Leben in vollen Zügen genießen.

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